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SAAB - Die Geschichte

Im Jahre 1937 wurde das Unternehmen Svenska Aeroplan AktieBolaget (SAAB) gegründet. In den ersten Jahren baute man ausschließlich Militärflugzeuge. Doch mit Ende des zweiten Weltkrieges musste SAAB umdenken - die Nachfrage nach Militärflugzeugen ließ spürbar nach. Chefingenieur Gunnar Ljungström sah für SAAB die größte Chance im Automobil-Sektor und versammelte um sich eine Mannschaft aus 20 fleißigen Spezialisten. Man diskutierte, man philosophierte und machte schließlich das mögliche Design und die Konstruktion fest. Der erste SAAB ist also aus der Not heraus entstanden und dennoch trotzte Ljungströms Motto vor Selbstvertrauen:„Wenn man schon fortschrittliche Flugzeuge bauen kann, warum dann nicht auch Autos“.   published Carsablanca Magazin

Am 10. Juni 1947 stellte SAAB den Prototypen 92001 (Ur-SAAB) der Öffentlichkeit vor. Seine fortschrittliche Aerodynamik und die Sicherheits-Fahrgastzelle sorgten umgehend für positive Schlagzeilen. So war in Schweden jeder sechste Verkehrsunfall durch ein seitlich in oder auf einen  PKW springenden Elch verursacht wurden. Man wollte unbedingt die Fahrgastzelle sicherer machen und entwickelte schon für den Prototypen einen Seitenaufprallschutz. Diese Vorrichtung machte den SAAB zu einem der sichersten Wagen seiner Zeit. Zwei Jahre später ging er leicht optimiert als SAAB 92 in Serie. Das 1952 vorgestellte Nachfolgermodell, der 92B, gewann sogar die 800 Kilometer lange Schweden-Rallye.

Auch der SAAB 93 und 95 wurden in den späten Fünfzigern Erfolge. Zudem kam mit dem 95er das erste Kombimodell von SAAB. Im Herbst 1960 schaffte das Unternehmen dann mit dem 96 einen weltweiten Verkaufserfolg. Der geräumige und leistungsstarke Wagen wurde innerhalb von 20 Jahren eine halbe Million Mal verkauft. Der Erfolg trieb SAAB an: So suchte man in den 1960er Jahren nach neuen Aufgabenfeldern und fusionierte 1969 mit dem schwedischen LKW-Hersteller SCANIA. Dieser Zusammenschluss läutete das Turbozeitalter bei SAAB ein.

Turbolader - eine schwere Geburt

SAAB tat sich aber zunächst schwer, die schon 1905 vom Schweizer Alfred Büchi entwickelte Turbolader-Technologie für den Einsatz in PKW einzurichten. Der Grund: Der Einsatz eines Turboladers erhöht zwar das Drehmoment des Motors, doch waren die Bauteile des damaligen Motors noch nicht auf die Belastungen ausgelegt, die der erhöhte Betriebsdruck im Brennraum mit sich bringt. SAAB stoppte die Entwicklung des Turbo-PKW.

Man brauchte stabilere Motoren, um die neue Technologie ausgiebig testen zu können. Also testete man den Turbolader ausgiebig auf den SCANIA-LKW-Motoren. Die Optimierung des Turbos für den PKW ist dann der fleißigen Abteilung Motorenentwicklung zu verdanken. Der offizielle Entwicklungsstopp störte die Motoren-Ingenieure herzlich wenig. Sie probierten, testeten und tüftelten, immer bei Nacht und im Geheimen, und machten den Turbolader tatsächlich alltagstauglich. Damit gelangte das stillgelegte Projekt zurück auf den Plan. Der SAAB 99 Turbo war dann 1977 das erste Auto von SAAB mit Turbolader.

Übernommen trotz guter Verkaufszahlen

Der Typ 99, gebaut ab 1968, legte den Grundstein für das Design aller nachfolgenden Baureihen. Er wurde im schwedischen Werk Trollhättan, im finnischen Werk von Nystad und sogar im belgischen Mechelen hergestellt. 16 Jahre war der SAAB 99 auf der Produktionspalette von SAAB zu finden und räumte erst 1984 seinen Platz. Die größten Verkaufserfolge erreichte SAAB mit den Modellen der 900er (1978-1998) und der 9000er (1984-1998) Reihe.

1990 kaufte sich General Motors zu 50 Prozent in das Unternehmen ein und übernahm es schließlich 2000 ganz.Die Flugzeugsparte SAAB AB blieb von Übernahmen verschont und ist heute erfolgreich und unabhängig. Die SAAB-SCANIA AB gehört dagegen heute zu Scania.

 

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